Eissporthalle: Auch SPD steht zum Abrissbeschluss


Ratssitzung zum Eishallenbeschluss am 28. 6. 18. (Archivbild RBU

Damit läuft nun alles auf ein Bürgerbegehren hinaus. Kaum etwas deutet darauf hin, dass der Rat der Stadt Unna seinen Beschluss zum Abriss der Eishalle aus freien Stücken zurücknehmen wird.

Auch die SPD-Fraktion erklärte unserer Redaktion auf Nachfrage jetzt, dass sich an ihrer Entscheidung vom vergangenen Sommer grundsätzlich nichts geändert hat: Die Eissporthalle am Bergenkamp soll abgerissen, das Grundstück vermarktet werden für Wohnbauzwecke.

Die Eishalle Unna beim öffentlichen Besichtigungtermin am 16. 7. 2018. (Archivbild RBU)

Diesen Mehrheitsbeschluss vom 28. Juni 2018 hatte der Stadtrat lediglich ausgesetzt bis zum Ende des Jahres. In dieser Zeit war jedoch ein Bürgerbegehren angelaufen, für das die Erhaltungsverfechter dem Bürgermeister vorige Woche über 6000 Unterstützungsunterschriften überreichten – doppelt so viele wie für das Begehren benötigt.

Das ändert für die SPD erst einmal nichts an ihrem Standpunkt. Gleichwohl – sie möchte noch einmal reden.

Mitglieder und Anhänger der BI warteten mit einem schweren Paket in der Bürgerhalle auf Bürgermeister Kolter. Doppelt so viele Unterschriften wie für das Bürgerbegehren benötigt sind zusammengekommen. (Foto Rundblick)
Vor der Übergabe des mit Unterschriftenlisten vollgepackten Kartons: Andreas Pietsch von der BI (re.), Bürgermeister Werner Kolter. (Foto Rundblick)

„Die SPD-Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna steht zu dem im vergangenen Jahr getroffenen Beschluss“, teilte uns Fraktionsgeschäftführer Andreas Voß auf Nachfrage mit. „Die nun durch die Bürgerinitiative vorgelegten 6000 Unterschriften zeugen von einem hohen Engagement der Akteure innerhalb der Initiative. Daher wird die SPD- Fraktion nochmals das Gespräch mit der Initiative suchen, um sich die Argumente anzuhören.“

Praktisch identisch äußerte sich auch CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich, Skepsis überwiegt ebenso bei der Freien Liste Unna (FLU). Die Grünen äußern sich bisher nicht zur Eishalle, sie hatten ihren Standpunkt – klares Nein zum Erhalt – in der Ratsabstimmung deutlich genug artikultiert. Zu den Erhaltern übergeschwenkt ist hingegen die FDP, während die Linke von Anfang an strikt für den Erhalt der Eissporthalle war.

Quelle: Rundblick Unna

Alles wieder auf Start mit Eishalle? CDU tendiert weiter zu „Nein“ – Linke hofft auf Kompromiss

Nach dem abrupten Umschwenken der FDP auf die Linie der Befürworter und der äußerst skeptischen Lageeinschätzung des FLU-Vorsitzenden Klaus Göldner teilten uns am Freitagabend zwei weitere Fraktionsvorsitzende ihre Bewertung der aktuellen Situation mit.

Für die CDU schrieb uns Rudolf Fröhlich:

CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich. (Foto RB)

„Ich habe in dieser Frage noch keinen Fraktionsbeschluss herbeigeführt. Die Meinungen in der Fraktion tendieren aber nach meiner Einschätzung dahin, dem Begehren NICHT stattzugeben. An meiner persönlichen Einstellung dazu würden im Übrigen auch 6000 gültige Unterschriften nichts ändern.“

Indes müssten die Unterschriftenlisten ohnehin zunächst durch die Verwaltung geprüft werden. „Erst dann werden wir wissen, wie viele gültige Unterschriften vorliegen. Vorher ist für mich eine seriöse Aussage dazu nicht möglich.“

Für die Linke hofft Fraktionschefin Petra Ondrejka-Weber hingegen auf ein Umdenken ihrer Ratskollegen und -innen:

Petra Ondrejka-Weber, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Unnaer Stadtrat. (Foto: Ondrejka-Weber)

„Wir hoffen, dass die Fraktionen, aber auch die Ratsmitglieder noch einmal in Klausur gehen und einen Kompromiss finden,  wie sie ihn beim Vereinshaus Alte Heide und dem Waldstadion Billmerich gefunden haben.

Beim Vereinshaus Alte Heide zum Beispiel hat sich für die Bürger und für die Stadt doch eine win win Situation ergeben. Das Vereinshaus bleibt, der Sportplatz kann überplant werden. Für Billmerich ist ja auch eine Lösung gefunden worden.

Bei der Eishalle sollte ein Kompromiss dann auch möglich sein. Große Teile des Grundstückes können doch an die Stadt zurückgehen zur weiteren Planung.

Ich hoffe auch, dass die  Fraktionen und Ratsmitglieder das Potential des Standortes der Eissporthalle in Unna berücksichtigen, was die Bürgerinitiative hervorgehoben hat und ausschöpfen will.

Wie auch beim Bornekampbad, so muss die Eissporthalle um ihr Überleben kämpfen. Das Bornekampbad ist zu einem Schmuckstein geworden und hat es geschafft, ein unverzichtbarer Bestandteil der Unnaer Attraktivität zu werden.

Ich persönlich trauen dem Verein „Unna braucht Eis“ ebenso zu, dass es ihm gelingt, eine gut funktionierende Eissportmöglichkeit zu erhalten. Für die bei vielen Menschen in Unna, vereinsgebunden oder nicht ein großer Bedarf besteht. Die aber auch noch weitaus mehr Potential beinhaltet.

Das wären unsere Erwartungen, noch mal „links oben“ anzufangen, wie man das in der Musik sagt. Alles noch mal auf den Tisch. Vielleicht in einem interfraktionellen Gespräch. Das werden wir anbieten.“

Quelle: Rundblick Unna

Eishockey-Bund appelliert an Kolter: Eishalle Unna unerlässlich für Fortbestand regionalen Eissports


Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick Unna)

Fast zeitgleich mit der Unterschriftenübergabe für das Eishallenbegehren (über 6000 sind zuammengekommen, wir berichteten) meldet sich der Deutsche Eishockeybund mit einem dringenden Appell bei Unnas Bürgermeister:

Die Unnaer Eissporthalle sei unerlässlich für den Fortbestand des Eissports in der Region und ein unverzichtbarer integrativer und inklusiver Treffpunkt.

Michael Pfuhl ist der Technische Direktor des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. und in dieser Funktion unter anderem auch auch für den Bau, Erhalt, Betrieb und Sanierung von Eisstadien zuständig.

Er schreibt:

„Mit Interesse und einer gewissen Besorgnis verfolgt der Deutsche Eishockey-Bund e.V. die Entwicklung um die Zukunft der Eissporthalle Unna. Aus unserer Sicht ist der Erhalt dieser Anlage unerlässlich für den Fortbestand des Eissports in Unna und der gesamten Region.

Es ist sicher auch als ein positives Signal zu werten, dass sich mehr als 5000 Menschen Aus Unna und Umgebung mit ihrer Unterschrift zum Erhalt der Eissporthalle bekannt haben.

Natürlich ist uns bewusst, dass Sie als Bürgermeister bzw. Ihr Stadtrat viele Interessen bedienen müssen, aber die Eissporthalle mit ihren jährlich über 100.000 Besuchern, die sich seit jeher bei Jung und Alt großer Beliebtheit erfreut, sollte unbedingt erhalten werden.

Sie besitzt ja darüber hinaus auch eine nicht zu unterschätzende gesellschaftspolitische und integrative Bedeutung in einer sozial eher schwachen Region. Sie ist zentraler Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch Senioren aus Unna und Umgebung. Dabei gilt sie seit vielen Jahren schon als geschützter Bereich (clean area).

Sie ist frei von Drogen, Alkohol und Zigaretten!!!

Mit ihrem bezahlbaren Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten für Jung und Alt ist die Eissporthalle Unna ein familienfreundlicher Generationentreff, der durch die regelmäßige Einbeziehung von Migrantengruppen in die vielfältigen Aktivitäten auch einen wesentlichen Beitrag für Integration leistet.

Da sich die Eissport treibenden Vereine aus Unna seit jeher auch immer schon besonders für den Behindertensport wie z.B. Para-Eishockey engagiert haben, kommt der Eissporthalle zusätzlich noch eine ganz besondere Bedeutung als „Inklusionssportstätte“zu.

Angesichts der genannten Fakten möchten wir noch einmal eindriglich an Sie appelieren, den Fortbestand der Eissporthalle in Unna zu sichern. Gerne sind wir bereit, sie und die Vertreter des Stadtrates in einem persönlichen Gespräch von der Notwendigkeit des Fortbestands der Eissporthalle Unna zu überzeugen.“

Quelle: RundblickUnna

Übergabe der 6014 Unterschriften an den Bürgermeister Werner Kolter – Unna

Zur Übergabe der Unterschriften bereit. Foto von Rundblick Unna

Um punkt 16:00 Uhr haben wir uns im Rathaus Unna zur Übergabe der Unterschriften versammelt. Diese wurden um ca. 16:25 Uhr an den Bürgermeister der Stadt Unna (Werner Kolter) überreicht. Die Freude war riesig, denn wir hatten statt der nötigen 3007 Unterschriften satte 6014 im Gepäck. Diese werden nun von der Stadt Unna ausgewertet. “Dies wird seine Zeit in Anspruch nehmen”, sagte der Bürgermeister – sichtlich erstaunt über die Menge der übergebenen Unterschriften. Es ist von 3 – 4 Wochen die Rede.

Das gesamte Team von UNNA.braucht.EIS e.V. bedankt sich bei allen Unterzeichnern. Es ist grandios, wie viel Zuspruch wir aus der Bevölkerung erhalten. Vielen lieben Dank an jeden Einzelnen.

FDP vollzieht Rolle rückwärts bei Eishalle: Aus geharnischter Schelte wird Sympathie-Offensive mit Hinweis aufs Bornekampbad


Das Bornekampbad Unna. (Archivbild RBU)

Aus geharnischter Schelte wird abrupt offensive Sympathiebekundung für das Bestreben der BI, die Halle zu erhalten – in Erinnerung an eine andere damals schon tot geglaubte Einrichtung: das Bornekampbad (BBchen). Für dessen bürgerschafltiche Rettung warf sich damals nämlich maßgeblich die FDP ins Zeug, und das ist ihr nun bei der Diskussion um die Eissporthalle offenbar plötzlich wieder eingefallen.

Der Bürgerinitiative „UNNA.braucht.EIS“ wird es nur recht sein: Sie wird für das eishallenerhaltende Bürgerbegehren heute Nachmittag (7. 2.) um 16 Uhr die Unterstützungsunterschriften im Rathaus übergeben. Die erforderliche Mindestzahl von 3007 Unterstützern ist bei Weitem übertroffen worden (exakte Zahl folgt bei der Übergabe).

Die FDP hatte sich noch im November 2018 mit einer geharnischten Absage an die Bestrebungen der Hallenbewahrer den Zorn der BI und ihrer Sympathisanten zugezogen.„Horrende Kosten, falscher Standort“ wetterte Frakitionschef Günter Schmidt in der damaligen Presseerklärung, in der die FDP den Eishallenabriss sofort nach Fristende forderte und den Neubau der Realschule an dieser Stelle.

Von dieser lautstarken Schelte distanzierten sich die Liberalen nach einem wahren Proteststurm kurz darauf mit Bedauern, sprachen von „missverständlicher Formulierung“.

Die Pressemitteilung vom heutigen Mittag ist eindeutig formuliert – und zwar eindeutigst positiv.

Die Eissporthalle Unna am Bergenkamp. (Archivbild: Rundblick Unna)

„UNNA.braucht.EIS“ bei Liberalen:

Die FDP-Fraktion ließ sich von der Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ ihr Betreibermodell vorstellen. Mit viel Engagement und einem hohen Anteil an Eigenleistungen wollen sie die Eishalle kostendeckend ganzjährig geöffnet halten. Auch die bewährten Sonderveranstal- tungen, wie das sommerliche “Eiscamp“, das Jugendliche aus ganz Europa nach Unna lock- te, sollen fortgeführt werden.

Zudem halten sie die von der Stadt Unna ermittelten Sanierungskosten i.H.v. 8 Millionen € für zu hoch. Ihrer Meinung nach müßte man mit einer viel geringeren Summe auskommen. „Was noch fehlt, ist ein tragfähiges Finanzierungskonzept, das den städtischen Haushalt nicht belastet,“ bemerkte der Fraktionsvorsitzende Günter Schmidt. Daran würde z Zt. mit Hochdruck gearbeitet, versicherte die Bürgerinitiative.

Unter diesen Voraussetzungen begrüßt die FDP die Aktivitäten der Gruppe „Unna braucht Eis“, weil hier ein echtes Bemühen ersichtlich wird, eine städtische Einrichtung zum Wohle der Unnaer Bürgerinnen und Bürger insbesondere für Kinder und Jugendliche zu erhalten.“

Es entspreche einer „liberalen kommunalpolitischen Vorstellung“, so heißt es in der Pressemitteilung der FDP weiter, „wenn Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt eintreten und alles versuchen, Erhaltenswertes zu erhalten.“

Denn dies sei schon einmal gelungen – und dies mit maßgeblicher Unterstützung der FDP, erinnern die Freidemokraten: Und zwar wurde das Bornekampbad gerettet, dessen Schließung seinerzeit schon beschlossene Sache war.

„Dieses Bad besteht bis heute und ist inzwischen das einzige Freibad im gesamten Stadtgebiet.  Warum sollte das nicht heute noch einmal gelingen?“, fragt Fraktionschef Schmidt und betont mit Blick auf die Eishallenrettung:

„Grundsätzlich ist es einmal eine Idee, die die wir ernst nehmen!“

Quelle: Runblick Unna

Bürgerbegehren – Bürgerentscheid: Unnas Eishallenretter überreichen ihre Unterschriftenlisten


Die Unterschriftenstapel. (Foto BI UbE)

Die Mindestzahl an benötigten Unterstützungsunterschriften – 3007  – ist weit übertroffen, verraten Unnas Eishallenretter.

Die genaue Zahl verraten sie am kommenden Donnerstag.

Also am 7. Februar: Dann nämlich werden die Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren zum Erhalt der Eissporthalle im Rathaus an die Stadtverwaltung übergeben.

Wie es dann weitergeht:

Auch die Jüngsten sammelten eifrig mit. (Archivbild RB)

Der Stadtrat wird im nächsten Schritt überprüfen, ob das schriftlich eingereichte Bürgerbegehren zulässig ist. Ist er das, willigt er entweder in das Begehren ein – das heißt in diesem Fall, er revidiert den Ratsbeschluss vom 28. Juni 2018 zum Abriss der Eishalle –

oder er leitet die Durchführung eine Bürgerentscheides ein.

Diesen können (und werden) die Eishallenretter über ihr Bürgerbegehren verlangen.

Der Stadtrat setzt im nächsten Schritt eien einen Termin für den Bürgerentscheid fest. Zuvor werden die Bürger über die Auffassung des Rates zum Thema „Abriss oder Erhalt“ informiert.

Dabei muss im genauso großen Umfang die Position der BI dargestellt werden.

Durchgeführt wird der Entscheid an einem Sonntag. Die Frage auf dem Stimmzettel muss so formuliert sein, dass die Wählenden entweder „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen können. Also: Soll die Unnaer Eishalle abgerissen werden? Oder: Soll die Unnaer Eissporthalle weiterbetrieben werden?

Gewonnen haben die Initiatoren des Bürgerentscheids/Begehrens, wenn sie die Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereinen: Und diese Mehrheit muss mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten betragen (sog. Abstimmungsquorum). Wird das Quorum nicht erreicht, entscheidet der Rat.

Ein Bürgerentscheid ist ebenso bindend wie ein Ratsbeschluss. Abgeändert werden kann er binnen drei Jahren durch einen weiteren Bürgerentscheid abgeändert werden.

Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick)

Quelle: Rundblick-Unna

CDU-Chef Meyer: Eishallenerhalt bedeutet weitere Steuererhöhungen oder/und Verzicht auf neue Schulen

Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick Unna)

Wer den Erhalt der Unnaer Eishalle fordert, stimmt damit weiteren Steuererhöhungen zu – oder/und dem Verzicht auf andere geplante große Investitionen – wie z. B. neue Schulen.

Das sagte  CDU-Parteichef Gerhard Meyer gestern Abend beim Neujahrsempfang der Unnaer CDU vor ca. 300 geladenen Gästen im Katharinenhof.

CDU-Parteichef Gerhard Meyer bei seiner Neujahrsansprache. (Foto Rundblick)

Bei einer kritischen Betrachtung von Unnas allgemein „üppiger Ausgabenpolitik“ nannte Meyer als ein Bespiel explizit die Eissporthalle am Bergenkamp. Für ihren Erhalt läuft bekanntlich ein Bürgerbegehren, der Ratsbeschluss vom Sommer 2018 sieht Abriss und Vermarktung für Wohngrundstücke vor.

Die BI „UNNA.braucht.EIS“ hat die Anzahl der benötigten Unterstützungsunterschriften nahezu beisammen, bis Mitte Februar müssen 3007 Unnaer ab 16 Jahre unterschrieben haben. 

Den Erhalt (und damit aus Meyers Sicht „weitere Ausgaben in Millionenhöhe“) zu fordern ist dem CDU-Vorsitzenden „völlig unverständlich“. Die Befürworter der Eissporthalle berücksichtigten nicht nur ansatzweise die schwierige Haushaltslage, wirft Meyer die BI vor.

„Spätestens mit einem möglichen Bürgerentscheid für den Erhalt der Eissporthalle wird dieses Thema Stadtfinanzen aber wieder in den Mittelpunkt rücken und den Bürgern klar gesagt werden müssen, was ein möglicher Erfolg eines Bürgerentscheids bedeutet: entweder eine weitere deutliche Erhöhung der Steuern oder ein Verzicht auf eine andere größere Baumaßnahme, wie z.B. der Schulneubau am Hertinger Tor.“

Ein Baden, ohne nass zu werden, werde es nicht geben, betonte Gerhard Meyer. „Das Geld für eine Sanierung der Eissporthalle müsste schließlich irgendwo herkommen.“

In diesem Zusammenhang wolle er einmal darauf hinweisen, fügte Meyer an, „dass die große und reiche Stadt Münster ihre Eissporthalle in 2019 abreißen wird. Die Ursache ist dabei die Gleiche wie in Unna. Verschlissene Bausubstanz und marode Technik führten zu diesem Ergebnis. Ein Neubau für geschätzte 18-20 Millionen ist selbst für die reiche Stadt Münster nicht vorstellbar.“

Unnas Eishallen-BI geht mit eigenen Kostenschätzungen davon aus, dass der Erhalt um ein Vielfaches preisgünstiger zu haben ist.

Quelle: Runblick Unna

Auszug der Kommentare auf Facebook der Seite Rundblick Unna:

Silvia Kuchnia 1. eishalle Münster war privat Besitz. Der Eigentümer. Möchte mehr Immobilien dort bauen nicht Stadt. Gemein ist mit Schulen nicht Bau zu Drohen. Wie wäre es mal mit Lichtkunst. Und weitere Kultur. Angebote die nur eine Minderheit nutzen oder viele. Unnütze Gelder einsparen. Hier wird einfach unsachlich. Versucht. Die Bürger zu manipulieren

Silvia Kuchnia Ach ja und 2014 als wir 20000 Unterschriften gesammelt haben ich noch selber auf die Straße ging war es die CDU und Herr Meyer die sich für den Erhalt der Eishalle ausgesprochen haben. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern

Andreas Pietsch Es ist schade das nur eine politische Partei sich zu 100 Prozent mit dem Konzept und der Machbarkeit der Sanierung in Verbindung mit Unna braucht Eis gesetzt hat. Das was die CDU da von sich gibt ist inhaltsloser Quatsch und bestimmt nicht im Sinne des Bürgers! Einfach lachhaft ohne Hintergrundwissen sowas zu behaupten!!!

Helmut Brune Das ist eine ziemlich in Schwarz/Weiß gehaltene Rede. Da fehlt es doch deutlich an gutem Willen und an Phantasie. Münster reißt Eishallen ab, also können wir das auch. Mit anderen Worten: Es anderen nachmachen ist Bequemer als sebst zu denken. Dazu noch der politische Wink mit dem Zaunpfahl: Wenn, dann gibt es Steuererhöhungen. Was die schwierige, finanzielle Situation der Stadt angeht, so sind es überwiegend politische Beschlüsse, die dazu geführt haben. Die Ansprache, so, wie sie hier wiedergegeben ist, zeugt jedenfalls nicht von politischem können.

Dominik Mohr Na da hat sich aber jemand mal richtig in der Umgebung schlau gemacht….

Michael Weber Vielleicht sollten die Politiker mal Unna von außerhalb betrachten, da wird sicher dem ein oder anderen ein Licht aufgehen

Thomas Joachim Es ist doch eigentlich langsam vollkommen egal für was sich der Bürger einsetzt Wir sind alle nur noch die Marionetten von den Parteien und sonst noch hoch gestellte Persönlichkeiten Somit zählt die Stimme der Bürger eh nicht mehr und die Zukunft der Kinder wie Jugendliche naja wird immer negativer

Melina Mroncz Um ihren Willen durchzusetzen, wird die Stadt immer wieder irgendwelche haltlosen Gründe finden. Bald ist Unna keine Stadt mehr, in der man mit Kinder leben möchte und kann. Nichts gibt es mehr in Unna, was Familien anzieht. Traurig aber wahr.

Sven Kielmann CDU-typisch… unfassbar. Eine Eishalle ist viel mehr als Geldausgabe… diese Rede ist nur dummes Politik-Bla-Bla! Ohne Recherche, ohne Sinn und Verstand!

Spende in Höhe von 432€ – Wir sagen “Danke Freestyle Fitness Center und Xclusive.Kitchen”

Wir präsentieren freudig eine weitere Spende in Höhe von 432 Euro: Das Freestyle Fitness Center und das Restaurant Xclusive.Kitchen haben “zusammengeworfen”. Wir freuen uns über diese schöne Weihnachtsüberraschung.

UNNA.braucht.EIS: Dachsanierung in Studie der Stadt um 87 % zu teuer


Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick)

Die Sanierung des Eishallendachs wäre um 87 Prozent preisgünstiger möglich als in der Kostenstudie im Auftrag der Stadt beziffert. Mit diesem „Paukenschlag“, verkündet die BI, meldet sie sich parellel zu ihrer Unterschriftensammlung fürs Bürgerbegehren kurz vor Weihnachten noch einmal zu Wort.

Konkret geht es um die Dachsanierung.  Die Kosten dafür werden in der Machbarkeitsstudie, die die Stadt im Zuge des Bürgerbegehrens erstellen lassen musste, mit 1,5 Mio. Euro beziffert. „Eine schwindelerregende Summe“, stellt die BI fest. Dabei ginge es erheblich (!) günstiger.

„Das Holz der Decken- bzw. Trägerkonstruktion der Eissporthalle weist laut Gutachten eines unterbeauftragten Ingenieurbüros für Bauwesen zahlreiche Risse auf. Das Büro schlägt vor, entweder das Dach zu erneuern, oder aber die Risse durch ein zertifiziertes Fachunternehmen schließen zu lassen“, erinnern die Eishallenretter.

„In der eigentlichen Machbarkeitsstudie wird allerdings aus unerfindlichen Gründen lediglich die erste Alternative näher betrachtet.“ So bliebe dort die besagte Millionensumme stehen.

„UbE hat zwischenzeitlich Kontakt zu einem Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt aufgenommen, das ausgewiesene Experten in den Bereichen Holzhallenbau, Tragwerksplanung und Bauphysik beschäftigt. Nach einer Begutachtung vor Ort waren sich die Fachleute sicher: Eine Instandsetzung der Dachkonstruktion ist möglich, ein Austausch des Daches und ein Eingriff in die Statik mithin nicht erforderlich“, betont die BI in ihrem heutigen Statement.

„Es würde nach Einschätzung der Experten ausreichen, die im Holz vorhandenen Risse aufzufräsen und danach mit einem speziellen Kunstharz zu verpressen. Diese Maßnahme ist extrem langlebig und kostet zudem nur einen Bruchteil der in der Studie veranschlagten Summen.“

Zwar müssten Anzahl und Länge der Risse noch genau bestimmt werden; doch eine überschlägige Schätzung beziffere die Kosten für fachgerechte Reparatur der Risse mit unter 200.000 Euro.

„Im Vergleich zur Studie ist das eine Einsparung von sage und schreibe 87%!“

Für die BI zeigt sich hier „einmal mehr, was sich mit Engagement und innovativen Ideen an Kosten sparen lässt. Man muss es halt auch wollen.“

„Läuft!“ Fröhliche Gesichter am Sonntagnachmittag am Stand der Eishallenretter auf dem „Advent der Begegnung“: Sebastian Cirkel, Fabio Conticello, Ingo Malak, Ann Kristin Malak und Wilhelm Ruck (v. li). (Foto Rundblick)

Quelle: Rundblick Unna