CDU-Chef Meyer: Eishallenerhalt bedeutet weitere Steuererhöhungen oder/und Verzicht auf neue Schulen

Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick Unna)

Wer den Erhalt der Unnaer Eishalle fordert, stimmt damit weiteren Steuererhöhungen zu – oder/und dem Verzicht auf andere geplante große Investitionen – wie z. B. neue Schulen.

Das sagte  CDU-Parteichef Gerhard Meyer gestern Abend beim Neujahrsempfang der Unnaer CDU vor ca. 300 geladenen Gästen im Katharinenhof.

CDU-Parteichef Gerhard Meyer bei seiner Neujahrsansprache. (Foto Rundblick)

Bei einer kritischen Betrachtung von Unnas allgemein „üppiger Ausgabenpolitik“ nannte Meyer als ein Bespiel explizit die Eissporthalle am Bergenkamp. Für ihren Erhalt läuft bekanntlich ein Bürgerbegehren, der Ratsbeschluss vom Sommer 2018 sieht Abriss und Vermarktung für Wohngrundstücke vor.

Die BI „UNNA.braucht.EIS“ hat die Anzahl der benötigten Unterstützungsunterschriften nahezu beisammen, bis Mitte Februar müssen 3007 Unnaer ab 16 Jahre unterschrieben haben. 

Den Erhalt (und damit aus Meyers Sicht „weitere Ausgaben in Millionenhöhe“) zu fordern ist dem CDU-Vorsitzenden „völlig unverständlich“. Die Befürworter der Eissporthalle berücksichtigten nicht nur ansatzweise die schwierige Haushaltslage, wirft Meyer die BI vor.

„Spätestens mit einem möglichen Bürgerentscheid für den Erhalt der Eissporthalle wird dieses Thema Stadtfinanzen aber wieder in den Mittelpunkt rücken und den Bürgern klar gesagt werden müssen, was ein möglicher Erfolg eines Bürgerentscheids bedeutet: entweder eine weitere deutliche Erhöhung der Steuern oder ein Verzicht auf eine andere größere Baumaßnahme, wie z.B. der Schulneubau am Hertinger Tor.“

Ein Baden, ohne nass zu werden, werde es nicht geben, betonte Gerhard Meyer. „Das Geld für eine Sanierung der Eissporthalle müsste schließlich irgendwo herkommen.“

In diesem Zusammenhang wolle er einmal darauf hinweisen, fügte Meyer an, „dass die große und reiche Stadt Münster ihre Eissporthalle in 2019 abreißen wird. Die Ursache ist dabei die Gleiche wie in Unna. Verschlissene Bausubstanz und marode Technik führten zu diesem Ergebnis. Ein Neubau für geschätzte 18-20 Millionen ist selbst für die reiche Stadt Münster nicht vorstellbar.“

Unnas Eishallen-BI geht mit eigenen Kostenschätzungen davon aus, dass der Erhalt um ein Vielfaches preisgünstiger zu haben ist.

Quelle: Runblick Unna

Auszug der Kommentare auf Facebook der Seite Rundblick Unna:

Silvia Kuchnia 1. eishalle Münster war privat Besitz. Der Eigentümer. Möchte mehr Immobilien dort bauen nicht Stadt. Gemein ist mit Schulen nicht Bau zu Drohen. Wie wäre es mal mit Lichtkunst. Und weitere Kultur. Angebote die nur eine Minderheit nutzen oder viele. Unnütze Gelder einsparen. Hier wird einfach unsachlich. Versucht. Die Bürger zu manipulieren

Silvia Kuchnia Ach ja und 2014 als wir 20000 Unterschriften gesammelt haben ich noch selber auf die Straße ging war es die CDU und Herr Meyer die sich für den Erhalt der Eishalle ausgesprochen haben. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern

Andreas Pietsch Es ist schade das nur eine politische Partei sich zu 100 Prozent mit dem Konzept und der Machbarkeit der Sanierung in Verbindung mit Unna braucht Eis gesetzt hat. Das was die CDU da von sich gibt ist inhaltsloser Quatsch und bestimmt nicht im Sinne des Bürgers! Einfach lachhaft ohne Hintergrundwissen sowas zu behaupten!!!

Helmut Brune Das ist eine ziemlich in Schwarz/Weiß gehaltene Rede. Da fehlt es doch deutlich an gutem Willen und an Phantasie. Münster reißt Eishallen ab, also können wir das auch. Mit anderen Worten: Es anderen nachmachen ist Bequemer als sebst zu denken. Dazu noch der politische Wink mit dem Zaunpfahl: Wenn, dann gibt es Steuererhöhungen. Was die schwierige, finanzielle Situation der Stadt angeht, so sind es überwiegend politische Beschlüsse, die dazu geführt haben. Die Ansprache, so, wie sie hier wiedergegeben ist, zeugt jedenfalls nicht von politischem können.

Dominik Mohr Na da hat sich aber jemand mal richtig in der Umgebung schlau gemacht….

Michael Weber Vielleicht sollten die Politiker mal Unna von außerhalb betrachten, da wird sicher dem ein oder anderen ein Licht aufgehen

Thomas Joachim Es ist doch eigentlich langsam vollkommen egal für was sich der Bürger einsetzt Wir sind alle nur noch die Marionetten von den Parteien und sonst noch hoch gestellte Persönlichkeiten Somit zählt die Stimme der Bürger eh nicht mehr und die Zukunft der Kinder wie Jugendliche naja wird immer negativer

Melina Mroncz Um ihren Willen durchzusetzen, wird die Stadt immer wieder irgendwelche haltlosen Gründe finden. Bald ist Unna keine Stadt mehr, in der man mit Kinder leben möchte und kann. Nichts gibt es mehr in Unna, was Familien anzieht. Traurig aber wahr.

Sven Kielmann CDU-typisch… unfassbar. Eine Eishalle ist viel mehr als Geldausgabe… diese Rede ist nur dummes Politik-Bla-Bla! Ohne Recherche, ohne Sinn und Verstand!

Veröffentlicht von

Joachim Jürgens

Webmaster, Programmierung, Hosting & technische Umsetzung von UNNA.braucht.EIS e.V.

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